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Defense Innovation Summit NRW: Große Plattform für die neue Verteidigungswirtschaft
Mit knapp 300 Besucherinnen und Besuchern war die Summer Edition des Defense Innovation Summit NRW ein großer Erfolg. Vertreterinnen und Vertreter aus Startups, Mittelstand, Industrie, Wissenschaft, Investorenkreisen und Politik trafen sich am 2. Juni in der IHK zu Dortmund, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft auszutauschen, neue Impulse zu gewinnen und Kooperationen anzustoßen.
Die Veranstaltung des DefenseTech-Inkubator.NRW in enger Zusammenarbeit mit den Ruhr-IHKs stand ganz im Zeichen neuer DefenseTech- und Dual-Use-Technologien sowie ihrer Bedeutung für die technologische Souveränität und Resilienz Deutschlands und Europas. Das Programm umfasste Fachvorträge, Diskussionsrunden, eine Startup-Expo und zahlreiche Networking-Formate. Im Fokus standen technologische Innovationen, neue Marktchancen sowie die Zusammenarbeit von Startups, etablierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlicher Hand.
„Dass der Defense Innovation Summit NRW in Dortmund stattfindet, ist für uns ein starkes Signal“, hatte Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, im Vorfeld betont. Das Ruhrgebiet hat sich über Jahrzehnte als industrielles Rückgrat Deutschlands bewährt und steht heute erneut an einem Wendepunkt – diesmal mit dem Anspruch, Sicherheits- und Verteidigungstechnologien aus einer Hochburg der industriellen Transformation heraus zu gestalten.“ Ehrich erinnerte in seiner Begrüßung daran, wie sehr Sicherheitspolitik nach dem Ende des Kalten Krieges in den Hintergrund gerückt sei. Heute sei die Lage eine andere. Die IHKs verstehen sich deshalb bewusst als Plattform für den Austausch zwischen Konzernen, Mittelstand, Startups, Wissenschaft, Bundeswehr, Blaulichtorganisationen und Politik.
Podiumsgast Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrich die Rolle des Landes bei der Entwicklung neuer Sicherheits- und Verteidigungstechnologien: „Als bedeutender Industriestandort mit einer breiten Basis innovativer Unternehmen – vom forschungsstarken Mittelstand bis hin zu einer dynamischen Startup-Szene – trägt Nordrhein-Westfalen Verantwortung: wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch.“ Mit dem neuen Cluster Defence.nrw – der auf der Veranstaltung vorgestellt wurde –, und dem Defence Round Table bündelt das Land NRW laut Höller die Aktivitäten und vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Zu den Höhepunkten zählten unter anderem Fachimpulse zur Bedeutung von künstlicher Intelligenz und autonomen Systemen in der modernen Kriegsführung, fachliche Ratschläge in Sachen Marktzugang für Unternehmen, die bislang noch nicht im Defense-Bereich tätig sind, sowie eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur Zukunft des europäischen DefenseTech-Ökosystems. Auf der begleitenden Startup-Expo präsentierten die acht Startups des ersten Inkubator-Batches innovative Lösungen aus den Bereichen Cybersecurity, Drohnenabwehr, Quantensicherheit, maritime Überwachung und KI-basierte Sicherheitsanalysen. Daneben waren auch zahlreiche etablierte Unternehmen – viele aus Dortmund – vertreten, die seit vielen Jahren in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie aktiv sind. Dass etablierte Mittelständler wie Dolezych, Startups wie Cybersense und Forschungsinstitute wie das Fraunhofer IML vertreten waren, zeigt die wirtschaftliche Bandbreite des Themas.
Inkubator-Leiter Peter Hornik zog ein positives Fazit: „Die sicherheitspolitische Zeitenwende ist auch eine industriepolitische Zeitenwende. In Nordrhein-Westfalen verfügen wir über eine einzigartige Kombination aus weltweit führendem Mittelstand, exzellenter Forschungslandschaft und einer hochdynamischen Startup-Szene.“ Der Summit mache diese Stärke sichtbar und bringe die Akteure zusammen, die neue Technologien in marktreife Lösungen überführen. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind bereits in Planung.
Weil eine leistungsstarke Wirtschaft sich auch resilient aufstellen muss, hat die IHK zu Dortmund zusammen mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe einen Vorsorgeplan erstellt. Darin finden Unternehmen wichtige Informationen und Empfehlungen.
3. Juni 2026
